Einweihungfeier der Gedenkstätte für die Rödelheimer Synagoge

Nachdem Ende Oktober die Bauarbeiten an der Gedenkstätte der ehemaligen Rödelheimer Synagoge fertiggestellt waren, fand am 6. November 2015 die Einweihungsfeier statt. Projektleiter Dr. Armin Kroneisen begrüßte die Gäste, darunter insbesondere den Bürgermeister Olaf Cunitz, den Kulturdezernenten Prof. Dr. Felix Semmelroth, den Bezirksleiter des Grünflächenamts Stephan Slachmuylders, den Ortsvorsteher Veljko Vuksanovic, Rabbiner Julian-Chaim Soussan, Vertreter der evangelischen und katholischen Gemeinden Rödelheims und den Architekten Horst Günter Kroneisen. Für den musikalischen Rahmen sorgte Nicole Lauterwald, die für Katharina Hackel eingesprungen war.

Veljko-SynagogeDie Ansprache des Ortsvorstehers Veljko Vuksanovic (CDU) bei der Gedenkfeier: „Seit 2004 beschäftigt sich der Heimat- und Geschichtsverein -unter dem damaligen Vorsitzenden Bernd Reichel- sowie mehrere Bürgerinitiativen, mit der in den Kriegswirren durch die Nationalsozialisten zerstörten Synagoge. Auch wenn es sich nur um ein kleines Projekt handelt, sind doch viele Ideen, historische Hintergründe und Diskussionen erforderlich gewesen um die Sichtbarmachung der Synagoge in seiner jetzigen Form darzustellen.
– Bereits seit 1979 veranstalten verschieden Initiativen Mahnveranstaltung an dem hier erbauten Mahnmal, die das Vergessen an die Gräueltaten der Nazis erinnern soll.
– Die nun hier entstandene „Sichtbarmachung der Synagoge“ hat einen erweiterten Symbolischen Charakter für uns, der die Menschen erinnern soll, wie viele jüdische Mitglieder unserer aber auch der Weltweiten Gemeinde ermordet wurden, aber nicht nur der Jüdischen sondern allen anderen von den Nazis verfolgten und ermordeten Menschen.
Für mich ist die Sichtbarmachung der Synagoge auch eine Erinnerung an die in Anbetracht der zu uns kommenden Flüchtlinge, die um Ihr Leben fürchtend aus Ihrer Heimat vertrieben werden und Menschen die in Ihrer Heimat durch das diktatorische System verschleppt, gequält und ermordet werden.
Ich hoffe, dass wir für alle Zeiten mit Bedacht unsere Demokratie beibehalten und vor Kriegen und Diktatoren verschont werde.
An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Beteiligten Bürger, den Initiativen und insbesondere dem Heimat- und Geschichtsverein für seine Hartnäckigkeit das Projekt zu errichten bedanken. Weiterhin bedanke ich mich bei allen Sponsoren, die die Verwirklichung des Projektes erst möglich gemacht haben.“

 

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