Frankfurt wächst, Chancen und Herausforderungen!

Der örtliche CDU-Chef Alexander Zollmann und Landtagsabgeordneter Ulrich Caspar, Archiv

Der örtliche CDU-Chef Alexander Zollmann und Landtagsabgeordneter Ulrich Caspar, Archiv

Noch vor 20 – 30 Jahren verlor die Stadt als Wohnort für Familien an Bedeutung. Durch die zunehmende Mobilität der Bürger (eigenes Auto durch gestiegenen Wohlstand, immer bessere Anbindung der Außenbezirke an das öffentliche Nahverkehrsnetz) zogen viele Bürger die ländliche Idylle des Umlands der Großstadt vor. Leben auf dem Land und arbeiten in der Stadt war für viele erstrebenswert.
Dies hat sich in den letzten Jahren grundlegend geändert. Die Bürger zieht es wieder zunehmend in die Stadt. Warum ist das so?

Gründe hierfür sind der Wandel der Stadt vom Industriestandort zur Dienstleisungs -wirtschaft. Daraus ergab sich die Chance des ökologischen Umbaus nämlich weg von rauchenden Schloten hin zu sauberen Bürostandorten. Das galt auch für Häfen wie z.B. der Westhafen, der als Umschlagplatz für Kohle, Öl und anderen industriellen Rohstoffen praktisch an Bedeutung verloren hat. So entstand, neben der Schonung des Mains durch industrielle Verschmutzung gleichzeitig ein hochwertiges Wohngebiet unter der Bezeichnung „Wohnen am Fluss“. Die Flüsse der Stadt, ob Main oder Nidda sind heute attraktive Bereiche der Erholung und der Freizeitgestaltung, anstatt wie früher Abwasserkanäle der Industrie.
Diese steigende Beliebtheit der Großstadt erzeugt eine große Nachfrage nach Wohnraum z.B. auch bei Senioren. Sie schätzen die gute wohnortnahe Versorgung durch Hilfsdienste und Medizin. Doch wie kann dieser steigende Bedarf an geeigneten Wohnungen, die sowohl familien – senioren- als auch singelgerecht geeignet und bezahlbar sein sollen, gedeckt werden? Sicher nicht durch den Bau von seelenlosen Trabantenstädte der 60ziger und 70ziger Jahre. Die Lösung liegt in der Ausweisung von neuen baugebieten z.B. in den nordwestlichen Vororten unserer Stadt, selbstverständlich unter Vorgaben der zuständigen Behörden.

Was jedoch bei all dem nicht hilfreich ist und das Wohnen unbezahlbar macht, ist die Ausschaltung der Marktwirtschaft im Segment des Mietwohnungsbaus durch den Staat mit seinen strikten Vorgaben für Mietpreise, Umwelt Standards und Vertragsbedingungen im Mietrecht. Dies hilft nur einigen wenigen Investoren der Immobilienbranche in Bereichen des Eigentumswohnungsbaus und Gewerbebauten. Während der Gewerbemieter in einem recht freien Mietmarkt in einer stärkeren Position ist, ist der Wohnungsmieter im regulierten Wohnungsmarkt dagegen in einer schwächeren Position. Die große Zahl der Mietwohnungssuchenden hat so das Nachsehen. Nur wenn der Staat sich hier deutlich zurücknimmt und private Investitionen ohne Vorbehalte zulässt, haben potenzielle Mieter eine Chance auf eine angemessene Wohnung. Sonst macht sich der Staat weiterhin mit schuldig, den Mangel an Wohnungen billigend in Kauf zu nehmen.

Alexander Zollmann

CDU Rödelheim, Hausen, Industriehof

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