Rampenbegrünung am Rödelheimer Bahnhof

CDU-Fraktion-Frankfurt

Pressemitteilung der CDU-Fraktion im Ortsbeirat 7

SPD-Antrag zur Beibehaltung der aktuellen Begrünung wurde angenommen.

Bahnhofvorplatz Rödelheim

Bahnhofvorplatz Rödelheim

Mit Hilfe einer Mehrheit, bestehend aus FDP, Grüne, Fraktionslose und Linke , hat sich die SPD in der September- Sitzung mit ihrem Antrag, dem aktuellen „Begrünungsprojekt“ auf der Rampe am Rödelheimer Bahnhof eine Fortsetzung zu ermöglichen, durchgesetzt.
Damit werden wir, alles andere wäre Wunschdenken, mit dieser Art von Stadtgestaltung dauerhaft leben müssen, denn die Bedingungen, die an den Antrag geknüpft sind, sind Marginalien und Selbstverständlichkeiten. Man wird sie einhalten. Wenn nicht, wird nachgebessert. Außerdem wäre es mehr als unfair, der Gruppe dieses Projekt nach dann fast dreijähriger Arbeit wieder abzunehmen. Unser CDU – Antrag dagegen, der sich an der Gestaltung des Bahnhofs Eschborn Süd als Beispiel orientierte, hatte keine Chance. Das war den Gegnern denn doch zu sauber, zu ordentlich und sicher auch zu spießig. Letztlich ging es nicht mehr um die Begrünung als solches sondern, bei aller Wertschätzung von ehrenamtlichem Engagement, nur noch um den Erhalt des Projektes. Der Stadtteil als Ganzes spielt da keine Rolle mehr. Nur noch Einzelinteressen sind unter dem fragwürdigen Begriff der Bürgerbeteiligung wichtig.
Erfreuen wir uns also tagtäglich beim Gang durch die „Röhre“ an den beschmierten Wänden, den verdreckten Böden, den permanenten Zerstörungen und dem ach so gelungenen Rampengrün. Diesen Zustand kennen die Rödelheimer schließlich seit Jahrzehnten. Somit im Westen nichts Neues. Vielleicht wird ja die eine oder andere Biene, die sich in einem dieser Steinhaufen angesiedelt hat, auf ihrem Rundflug unsere Stimmung heben. Wenigstens etwas.

Erwähnenswert ist noch das besondere Parlamentsverhalten der FDP. Sie beantragte, was für Liberale eher untypisch ist, Schluss der Debatte und würgte so eine weitere Diskussion über unseren Antrag ab. Mag sein, dass dies an der momentanen Konditionsschwäche dieser Partei liegt. Ist die Linke jetzt fast schon liberaler als die blau gelben? Auf jeden Fall scheinen jene konstruktiver.

Selbstverständlich haben wir das Votum des Ortsbeirates zu respektieren. Schließlich haben wir ja auch eine Abstimmung im Ortsberat gewollt.
Aber wir bleiben dabei; die CDU wird sich nicht dem Mainstream der anderen Parteien anschließen, in dem diese glauben, nur Partikular-Interessen bedienen zu müssen, in der Hoffnung die eine oder andere Stimme zusätzlich dadurch erhalten zu können.
Problematisch ist auch der Trend Entscheidungen, die eigentlich von Parlamenten getroffen werden sollten, einzelnen Gruppen zu über lassen. Diese müssen sich nämlich nicht der Allgemeinheit verpflichtet fühlen. Langfristig geht das zu Lasten der Mehrheit, die im guten Glauben durch Wahlen die Parlamente mit ihrer Stimme beauftragen, für sie für eine gewisse Zeit zu entscheiden. Das trägt dann auch zur Wahlverdrossenheit bei.
Wir stehen für ein Rödelheim, das sich eben nicht mit den Zuständen z.B. im Solmspark oder dem Rödelheimer Bahnhof oder auch mit dem Graffiti-Unwesen wie z.B. am blauen Steg abfindet.
Mit unserem Artikel wollen wir aber auch besonders deutlich machen, wer durch sein Abstimmungsverhalten die Verantwortung für die Zustände am Rödelheimer Bahnhof dauerhaft trägt. Die Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht darauf , dieses zu erfahren.

Rödelheim hat Besseres verdient!

Alexander Zollmann
Fraktionsvorsitzender
Oktober 2014

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